24. Juni 2019: Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 19.06.2019 die Ergebnisse der Ausschreibung für Solaranlagen zum Gebotstermin 01.06.2019 veröffentlicht. Von Dr. Yvonne Kerth.

Die Ausschreibung mit dem Gebotstermin 01.06.2019 war – nach den Ausschreibungen mit den Gebotsterminen 01.02.2019 und 01.03.2019 – die 3. Ausschreibung für Solaranlagen in 2019. Zusätzlich gab es im Frühjahr 2019 noch die gemeinsame Ausschreibung für Solaranlagen und Windenergieanlagen an Land gemäß § 39i EEG 2017. Nachdem bei der Ausschreibung mit dem Gebotstermin 01.03.2019 (sog. Sonderausschreibung, eingeführt Ende 2018 durch das EnSaG) 500 MW ausgeschrieben worden waren, waren nun (nur) 150 MW ausgeschrieben.

Für diese 150 MW wurden 105 Gebote mit einem Leistungsumfang von ca. 556 MW abgegeben. Somit war diese Solar-Ausschreibung – wie auch bereits die vorangegangenen Solar-Ausschreibungen – stark überzeichnet. Bezuschlagt wurden 14 Gebote mit einer Gesamtleistung von ca. 204 MW. Die mit 204 MW deutliche Überschreitung der ausgeschriebenen 150 MW folgt daraus, dass ein Gebot mit einer sehr großen Gebotsmenge die Zuschlagsgrenze darstellt.

Der infolge der starken Überzeichnung intensive Wettbewerb hat zu niedrigen Zuschlagswerten geführt: Die im Gebotspreisverfahren (sog. pay as bid) ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 4,97 ct/kWh und 5,58 ct/kWh (vorangegangene Ausschreibung: 3,90 bis 8,40 ct/kWh). Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert beträgt 5,47 ct/kWh und ist im Vergleich zur vorangegangenen Ausschreibung (6,59 ct/kWh) wieder deutlich gesunken. Wie in den vorangegangenen Solar-Ausschreibungen musste also der maximal zulässige Höchstwert von 8,91 ct/kWh sehr deutlich unterboten werden, um einen Zuschlag zu erlangen.