17. September 2018: Der warme Sommer hat zu einer deutlichen Verringerung der Stromproduktion geführt. Windräder standen still, den AKW fehlte Kühlwasser, selbst für Solarzellen war es zu heiß. Nur die klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke liefen zuverlässig. Das zeigt, wie dringend Stromspeicher benötigt werden, um die Erneuerbaren grundlastfähig zu machen. Von Michael Stusch.

Die Abhängigkeit von der Witterung ist das größte Problem bei erneuerbaren Energien. Wind und Sonne liefern zwar große Mengen an Energie, diese steht aber oft nicht zum richtigen Zeitpunkt oder an der richtigen Stelle zur Verfügung. Mit der umweltfreundlichen, innovativen und beliebig skalierbaren LOHC-Speichertechnologie steht die ideale Lösung zur Verfügung, mit der sich zum ersten Mal große Strommengen bis in den Terawattstunden-Bereich hinein sicher und günstig speichern lassen

Das Prinzip ist einfach: Mit überschüssigem Strom wird aus Wasser durch Elektrolyse Wasserstoff hergestellt. Unter Zuhilfenahme von Brennstoffzellen lässt sich daraus schadstofffrei wieder Strom produzieren. Der große Nachteil dieser bekannten Technik ist das hohe Explosionsrisiko des Wasserstoffs. Das leicht entzündliche Gas musste deshalb bisher unter großen Sicherheitsvorkehrungen bei tiefen Temperaturen oder unter hohem Druck gelagert werden und war damit für Lösungen im industriellen Maßstab ungeeignet. Mit der LOHC-Technologie wurde dieses Problem gelöst.

Die Abkürzung „LOHC“ steht für „Liquid Organic Hydrogen Carriers“, einer ölartigen organischen Substanz, die Wasserstoff chemisch bindet. Der LOHC-Stromspeicher wird mit dem gewonnenen Wasserstoff beladen und kann bei Umgebungstemperatur und -druck gelagert oder transportiert werden. LOHC-Stromspeicher sind sicher und umweltfreundlich, sie sind skalierbar und besitzen eine unbegrenzte Speicherkapazität. Zudem sind sie wiederaufladbar und über lange Zeiträume stabil. Die LOHC-Technologie kostet noch dazu konkurrenzlos wenig, der Strom-zu-Strom-Speicherpreis wird bei 3,5 Cent liegen. Die skalierbaren LOHC-Speicherlösungen sind kompatibel mit der bestehenden Infrastruktur und lassen sich ohne große Umbauten an die vorhandene Situation anpassen. So lassen sich die Kosten für den Ausbau der Stromtrassen verringern – ein weiterer Vorteil für die Energiewende.

Die Stromspeicher-Lösungen sind nicht nur für die Energiewirtschaft und erneuerbaren Energien perfekt geeignet. Sie sind auch in Immobilien-, Schiffs- und Transportwirtschaft flexibel einsetzbar. So sind bereits vollelektrische, emissionsfreie Lastschiffe und Jachten projektiert. Große Verwaltungsgebäude, Shoppingmalls, Wohnanlagen oder Krankenhäuser lassen sich durch LOHC-Speicherlösungen mit sicherem Notstrom, Heizung und Klimatisierung versorgen. In der Entwicklung sind kleinere Anlagen für Privatkunden.

Zu guter Letzt noch ein Vorteil der LOHC-Stromspeicher: Sie müssen nicht langwierig hochgefahren werden, sondern springen sofort an, wenn sie benötigt werden, und liefern den geforderten Strom. Das heißt, das Stromnetz kann von überflüssigen Kohlekraftwerken entlastet werden. Zur Absicherung der Grundlast sind sie dank der LOHC-Technologie nicht mehr notwendig. Erneuerbare Energie wird damit immer und zu jeder Zeit verfügbar.

 

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